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Schülerfirma „Auf Zack“

Seit dem Schuljahr 2005/2006 wurde als "Versuchsphase" mit Schülerinnen und Schülern der achten bzw. neunten Klassen ein Unterrichtsmodell im Sinne einer Schülerfirma entwickelt und umgesetzt.

   

Verkauf von Produkten der Abteilung "Werkstatt"             Abteilung "Catering"

 

Kurzkonzept der Schülerfirma „Auf Zack“

Wesentlicher Arbeitsbestandteil der Berufsvorbereitung an der Förderschule „Schule an der Goethestraße“ in Westerstede ist die Arbeit in der Schülerfirma während der achten Jahrgangsstufe. Die Schülerfirma unterteilt sich in (zur Zeit) 3 Abteilungen:

 

  • PRINT (Druckerzeugnisse),
  • CATERING (Hauswirtschaft und Kiosk) sowie
  • WERKSTATT (Holz und Metall).

 

In diesen Abteilungen wird durch reale Arbeitssituationen, die Arbeit im Team und das schrittweise Übertragen von Verantwortung auf Schüler versucht, zum selbstständigen Lernen zu motivieren, zu ausdauerndem Arbeiten anzuleiten und schließlich auch soziale Verhaltensweisen zu verändern.

Die Arbeit in den Abteilungen der Schülerfirma findet an einem kompletten Schultag in der Woche statt, zur Zeit jeweils dienstags.

Die Leitung einer Abteilung der Schülerfirma obliegt einem Förderschullehrer (Abteilungsleiter), der sich bei Bedarf extern unterstützen lassen kann, z.B. von Handwerksmeistern, etc.  Abteilungsleiter sind meist auch gleichzeitig Klassenlehrer.

Schülerinnen und Schüler sind dann Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die je nach Interesse, Fähigkeit, Erfordernis und Einsatzwillen verschiedene Funktionen innerhalb der Firma übernehmen können: z.B. Buchhaltung, Verkauf, Lager, Arbeiter, Qualitätskontrolle usw. Zugang zu den jeweiligen Abteilungen erhalten die Schülerinnen und Schüler durch eine schriftliche Bewerbung. Im Arbeitsalltag müssen u.a. Tagesberichte verfasst, Angebote eingeholt und geschrieben, Rechnungen ausgestellt und gebucht, Bankgeschäfte abgewickelt, Materialien eingekauft, Werbung und Vertrieb geregelt werden usw.

Die Einnahmen sind nicht für kommerzielles Wirtschaften gedacht. In den vergangenen Durchgängen wurden mit den Gewinnen Spenden für die Teestube der Schule, Spenden für ein Kinderhospiz sowie Zuschüsse zur Klassenfahrt (Wasserski Bildungsurlaub für die Mitarbeiter) realisiert. Auch durch Warengutscheine oder Sachwerte wurden Schülerinnen und Schüler an den Gewinnen beteiligt.

Da die Schülerfirma in einer Vorlaufphase in den letzten beiden Schulhalbjahren nur als „Schülerfirma in Versuchsphase“ geführt worden ist, soll mit diesem Jahrgang erstmalig versucht werden, eine offizielle Eröffnung und damit auch eine steuerliche und rechtssichere Basis zu schaffen. Die Firma selbst versteht sich als dynamisch und prozessorientiert. Sie wird sich wie jede „echte“ Firma weiterentwickeln und verändern.